Abnehmen ist nicht kompliziert, oder „Ich gehe erst laufen, wenn ich gute Laufschuhe habe!“

Seien wir mal ehrlich: abnehmen ist nicht so kompliziert.

Iss weniger als du verbrauchst. Konstant, bis du dein Zielgewicht hast.

Und das wars.

Eigentlich könnte der Artikel hier enden. Aber Menschen scheinen es ja immer kompliziert zu machen. Und ich glaube ich habe verstanden warum.

Es gibt 2 Arten von Menschen

Ich denke erstmal redet einfach keiner darüber, wie einfach es ist. Stattdessen ist das Thema immer Diät, Smoothies, Detox, Weight Watchers, Clean Eating und so weiter.

„Welches Programm verfolgst du?“

Was für eine absurde Frage eigentlich, oder?

Ein Programm, was mir zeigt, wie ich weniger esse, als ich verbrauche?

Eine kostenlose App wie Lifesum oder MyFitnessPal kombiniert mit gesundem Menschenverstand bringt einen direkt ans Ziel.

Ohne Kosten. Aber auch ohne die Bequemlichkeit eines Rahmens mit Accountability, Hilfen wie Essenspläne etc und strukturierten Infos.

Und das verstehe ich. Man kann es definitiv kostenlos lösen, schlank zu werden. Aber wer schnellstmöglich und effizient schlank werden will, für den macht ein Programm Sinn.

Und ich glaube es gibt 2 Arten von Menschen, die solche Programme kaufen.

  1. Die, die schnell und effizient Ergebnisse wollen. Sie befolgen den Plan, bekommen ihr gewünschtes Fazit und haben Zeit und damit Geld gespart. Es war ein guter Deal.
  2. Die, die sich noch besser informieren wollen bevor sie anfangen. Es soll ja mit Plan sein. Sie lesen alle Module und schauen die Videos. Dann tun sie garnichts, suchen womöglich die kleinen Fehler in den Inhalten, geben denen die Schuld für den Misserfolg und schreiben ne schlechte Bewertung. Dann bestellen Sie den neuen Bestseller übers Abnehmen bei Amazon.

Erkennst du den Unterschied?

Ich war ein perfektes Beispiel für Nummer 2.

Und seitdem ich mir dieser Neigung bewusst bin, sehe ich sie überall.

Ich erkenne es bei mir wenn ich Dinge tu, die sich wie Fortschritte anfühlen, obwohl es nur von der eigentlichen Arbeit ablenkt.

  • „Ich gehe erst laufen, wenn ich gute Laufschuhe habe!“
  • „Ich warte noch auf die neuen Nike Shorts, bevor ich ins Fitnessstudio gehe.“
  • „Bevor die Küchenwaage da ist, kann ich ja keine Kalorien zählen“

Oder mein persönlicher Favorit (und das ist ne wahre Story): „Ich kann erst das Wasser trinken fokussieren wenn meine coole neue Trinkflasche da ist.“

Dieses Verhalten hat viele Namen. Manche lassen es gut klingen wie „Perfektionismus“ oder „Planung“.

Andere sind ehrlicher und nennen es „Prokrastination„.

Steven Pressfield hat ein ganzes Buch darüber geschrieben und nennt es „resistance“ (Widerstand)

Dieses Konzept zu kennen ist eine große im Kampf gegen Selbstsabotage und Scheinfortschritte.

Und es hindert mich daran, zu großen Fokus auf fancy-ness zu legen. Zumindest zu früh oder aus den falschen Gründen.

Ein Anfängerfotograf braucht keine Spiegelreflexkamera. Storytelling geht auch mit der 50$ Digi-Cam von Ebay.

In diesem Sinne: lasst uns darauf fokussieren, was wirklich wichtig ist. Und der Rest kann erstmal vergessen werden.

Oder in den Worten, die in den Facebook-Büros hängen:

Shipped is better than done.

 


Stellst du dir auch manchmal diese Fragen?

  • Was darf ich denn nun essen und was nicht?
  • Wieviele Kalorien soll/darf/muss ich denn nun essen?
  • Welche Methode ist die Beste zum Abnehmen?
  • Warum probiere ich alles, aber nichts funktioniert?

Ich hab das alles schon hinter mir!

Und inzwischen kann ich abnehmen ohne Hunger, ohne Quälen – ganz wie es in meinem Lebensstil passt. Du kannst das auch!

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